Bürgen


Ein gesundes Misstrauen gegenüber jungen Leuten, die nur für ein paar Monate bleiben, ist ja verständlich – aber sehr viele Résidences oder sonstige Vermieter verlangen als Garantie einen Bürgen. Und zwar am besten einen französischen Staatsbürger.

Nun hat ja nicht jeder von uns im Ausland Leute, die mal so eben für eventuelle Mietschulden gerade stehen würden, und dafür gibt’s die Organisation CLÉ Aquitaine. Man muss dort ein Dossier hinschicken mit einigen Formularen und Dokumenten. Für einen monatlichen Beitrag (so ca. zwischen 5 und 10€) hat man damit einen so genannten garant.

Aber: Nicht überall wird CLÉ Aquitaine als Bürge akzeptiert. Ich habe mich z.B. bei Campuséa beworben, aber ich hatte weder einen französischen Bürgen, noch war man mit CLÉ Aquitaine einverstanden.
In solchen Situationen (wenn man sich nicht ohnehin etwas anderes sucht) heißt es kreativ sein: Ich konnte die Zuständige schließlich überreden, mir mit einer Bankgarantie ein Zimmer zu vermieten. Bedingung: Die Miete für ein gesamtes Jahr auf einem französischen Konto deponieren und „einfrieren“, sodass ich das Geld nicht abheben darf, es aber gegebenenfalls für Mietrückstände oder Schäden herangezogen werden kann. Die Bank war schließlich auch einverstanden damit – nur habe ich die Lösung glücklicherweise dann doch nicht gebraucht.

Etwas Verhandlungsgeschick schadet aber bestimmt nicht und man sollte nicht alles so hinnehmen, was einem erst einmal vorgesetzt wird. Aber ich denke, Not macht ohnehin erfinderisch ;)

Kategorie: Wohnen

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