„Tu habites où ?“ - Wohnen in Bordeaux
Gleich vorweg: Es ist kein Leichtes, in Bordeaux einen Platz zum Wohnen zu finden – aber bislang hat’s noch jeder geschafft. Man muss allerdings damit rechnen, dass man vielleicht noch vor Ort suchen muss.
Grundsätzlich gibt’s mehrere Wohnmöglichkeiten, viele Wege, um eine Wohnung zu finden sowie einige Tricks und Kniffe, die die Suche erleichtern. Aber eins nach dem andern.
CROUS:
Wer ins typische Studentenheim ziehen möchte (die nennen sich hier
„villages“ ), ist auf der Seite vom
CROUS richtig: Dort klickt ihr weiter auf
„Logement“ , dann geht’s weiter unter
„En résidence universitaire“ . Das weitere Vorgehen wird euch erklärt, wenn ihr auf den Link
„Procédures“ klickt. Ausländische Studenten informieren sich dann weiter unter der Überschrift
„Etudiants relevant de l’accueil international“ .
Das Prozedere wird hier erklärt:
www.crous-bordeaux.fr/logement/doc/interdemande.pdf.
Kurz gesagt müsst ihr zuerst online eine Anfrage abschicken (das
„Dossier Logement international“ ), dann gibt’s ein paar Dokumente auszufüllen bzw. mitzuschicken und bei Zusage ist schließlich eine Kaution zu zahlen.
Aber Achtung: Bewerbungsfrist ist immer nur von 15. Jänner bis 30. April!
Wenn ihr dem Link
Les différents types folgt, seht ihr eine Beschreibung der einzelnen
villages und eine Tarifliste (Einzelzimmer gibt’s ab 136 Euro!).
Ein Tipp: Die
chambres traditionnelles sind günstig, haben allerdings kein eigenes Bad/WC oder Küche, daher besser ein
chambre rénovée verlangen.
Aber auch wer nicht im
village wohnen will, findet auf der CROUS-Seite Nützliches: Auf
www.crous-bordeaux.fr/logement findet ihr unter „Autres solutions“ einige hilfreiche Links und unter dem Punkt
www.crous-bordeaux.fr/logement /offres.php gelangt man zu privaten Anzeigen, die übers CROUS abgewickelt werden. Meist sind die Vermieter per Telefon zu kontaktieren.
Für den Zugriff auf die Anzeigen folgt man dem Link
„inscription et consultation des offres en ligne“ und muss dann einen Account anlegen (man muss dazu übrigens
keine Zusatzdokumente abschicken, auch wenn das an einer Stelle erwähnt wird!).
Bordeaux 2:
Die Uni Bordeaux 2 (für Sport, Medizin, Psychologie usw.) hat ihre eigene Wohnanzeigen-Seite, die aber sicherlich auch für andere Studenten interessant ist:
http://www.sri.u-bordeaux2.fr/international/annonces/annonces_logements.php
Weitere Wohnmöglichkeiten folgen!
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Reisewege
Wie kommt der reiselustige Student an sein Ziel? Und am besten noch zu einem möglichst günstigen Tarif?
Grundsätzlich bleiben vier Möglichkeiten (abgesehen von unbeirrbaren Wanderern, Packeselführern u.ä.): Flugzeug, Zug, Bus oder Auto.
Mit dem Flugzeug:
Günstige Angebote gibt's z.B. bei
ryanair. Je nach Abflugs- und Landeort sind aber Zwischenstopps nötig und Achtung: Größere Gepäckstücke können die Kosten schnell erhöhen (
Gebühren).
Flüge kann man z.B. auch über
flugsupermarkt.com suchen. Der Bordelaiser Flughafen befindet sich in Mérignac. Von dort kommt man mit Bus oder Tram relativ unkompliziert in die Innenstadt. Viele Flüge gehen über Paris oder Lyon.
Mit dem Zug:
Reisen innerhalb Frankreichs und zumindest in die Nachbarländer lassen sich mit der frz. SNCF organisieren:
www.voyages-sncf.com.
Die SNCF stellt Tickets per Post auch ins Ausland kostenlos und schnell zu.
Die deutschsprachige Seite der SNCF findet man unter:
www.tgv-europe.de.
Für Reisen innerhalb Österreichs bis zur Grenze bzw. bis nach Zürich oder München empfiehlt sich die
ÖBB. Man kann dort auch weitere Reisen buchen, z.B. bis zum Zielort in Frankreich, ich persönlich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es billiger ist, die französischen Fahrkarten bei der SNCF zu kaufen (weiß aber nicht, ob das immer so ist! Immer auf Angebote achten!).
Mit dem Bus:
Wer lieber mit dem Bus zu (fast - denn zur Hauptsaison gibt es Aufschläge) fixen Preisen fahren möchte, kann dies z.B. mit
Eurolines tun. Das Unternehmen bietet Reisen mit verschiedensten Zielen in ganz Europa an. Von Österreich aus gehts in über 500 Städte. Allerdings habe ich - nur von anderen, war selbst nie Kundin - gehört, dass diese Buslinien nicht sehr zuverlässig sind, was Abfahrtszeiten oder Bord-WC betrifft...
Mit dem Auto:
Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sollte sich über Vignetten und Mautgebühren informieren (Autobahnmaut in Frankreich) oder sich Ausweichrouten suchen.
Lässt man sich lieber chauffieren, bieten sich Mitfahrbörsen an, z.B.
www.mfz.de oder
www.drive2day.de.
In diesem Sinne:
Bon voyage !
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Erste Schritte mit Erasmus
Wenn man mit dem Erasmus-Mobilitätsprogramm im Ausland studieren möchte, hat man einige bürokratische Hürden zu überwinden. Ich werde hier den Ablauf meiner Bewerbung schildern und speziell auf meine Situation, also von der Uni Salzburg kommend nach Bordeaux 3 gehend, eingehen, aber auch allgemeine Informationen für andere Austauschstudierende bereitstellen.
Wer als Student ins Ausland möchte, muss sich erst einmal für ein Land und ein Programm entscheiden. Erasmus ist die typische Wahl für ein Auslandssemester oder –jahr in der EU (genauer gesagt, die 27 Mitgliedsstaaten plus Island, Norwegen und Kroatien). Auf weitere Programme, wie etwa
Joint-Study oder
ISEP, gehe ich hier nicht näher ein, es sei nur gesagt, dass sie existieren.
Im Rahmen von Erasmus schließen Universitäten Abkommen über den Austausch von Studenten, das heißt, dass man nicht von jeder Universität zu jeder beliebigen anderen Universität gehen kann und dass es ein bestimmtes Platzkontingent gibt. Darum ist es auch ratsam, sich möglichst bald zu erkundigen und zu bewerben, wenn man weiß, dass die gewünschte Uni beliebt ist.
Um herauszufinden, welche Möglichkeiten es für Frankreich gibt, habe ich die Liste der Partnerunis der Uni Salzburg konsultiert:
Die aktuelle Liste ist auf der Uni-Homepage in der Rubrik „Studieren im Ausland“ – „Erasmus Studierende“ unter dem Link
„Erasmus Studienplätze 2010/2011 und Links zu den Partnerunis“ als Excel-Datei abrufbar. Die Partnerunis sind hierbei den Fachbereichen zugeordnet und man findet den jeweiligen Ansprechpartner in Salzburg, die maximale Anzahl an
Outgoing-Studenten (also Studenten, die pro Semester oder Jahr an eine bestimmte Partneruni dürfen) sowie die Anzahl der Monate, für die sie dort bleiben dürfen.
Zwei Hinweise dazu:
1. Die Monatsangaben sind eher als Richtwerte zu verstehen – 10 Monate können bedeuten, dass man für ein ganzes Studienjahr an die Uni darf oder auch kürzer und vielleicht dauert das Studienjahr dann auch nur 9 Monate. In jedem Fall sollte man den Ansprechpartner kontaktieren und die Monatsangaben nicht unbedingt als feststehende Größen annehmen.
2. Zwar sind die Unis einzelnen Fachbereichen zugeordnet, aber wenn man z.B. als Romanist an eine Mathematik-Uni möchte, sollte man sich nicht scheuen zu fragen, vielleicht sind ja noch Plätze frei und es lässt sich etwas machen.
Ist die Uni gefunden, teilt sich der Bewerbungsprozess in zwei Äste auf: Einmal die Bewerbung an der Gastuni, einmal die
Erasmus-Bewerbung.
Dazu noch der Link mit Informationen zum Erasmus-Programm, die nicht nur für Salzburger Studierende interessant sind:
Erasmus Studierende
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Die Erasmus-Bewerbung
Das Bewerbungsformular (
hier zu finden) enthält u.a. eine Checkliste, was alles vor, während und nach dem Aufenthalt zu erledigen ist. Dennoch möchte ich die Ausführungen ergänzen bzw. klären.
Zunächst nimmt man mit dem Koordinator an der Heimatuni Kontakt auf und sobald man dessen mündliche Zusage für einen Studienplatz hat, kann man sich ans Ausfüllen des Erasmus-Bewerbungsformulars machen – und sollte vorher gut die Erläuterungen durchlesen!
Zum Beispiel muss man für 2010/11 am ersten Blatt in der Spalte „ECTS“
„yes“ oder
„no“ ankreuzen. Damit ist gemeint, ob man seine Studienleistungen als ECTS oder als Semesterstunden gezählt haben möchte. Bei einem Aufenthalt von 6-10 Monaten ist beispielsweise eine Mindeststudienleistung von 12 SSt. zu erbringen (6 SSt. bei bis zu 5 Monaten, 18 SSt. bei 11-12 Monaten) oder aber man hat pro Monat 3 ECTS vorzuweisen. Worin die Vor- und Nachteile der beiden Alternativen bestehen, konnte man mir noch nicht erklären, es hängt vielleicht von der „ECTS-Freigiebigkeit“ der Gastuni ab (z.B. bekam ich in Bordeaux für Vorlesungen immer 3 ECTS, während es in Salzburg oft nur 2
Credits sind). Ich habe mich jedenfalls für die Semesterstunden entschieden, aber auf den
Learning Agreements trotzdem die ECTS angeführt.
Wenn man die genaue Dauer des Aufenthaltes noch nicht weiß, muss man die Formulare trotzdem schon ausfüllen, kann aber im Nachhinein Änderungen dem Büro für Internationale Beziehungen bzw. dem zuständigen Erasmus-Referat mitteilen. Zu beachten: Ein Monat gilt erst dann, wenn man mindestens bis zum 16. des Monats an der Gastuni verblieben ist. Vorbereitende Sprachkurse zählen nicht zum Erasmussemester.
Zum
Learning Agreement gibt es einen eigenen
Beitrag.
Hat man alles ausgefüllt, geht es ans Unterschriften Sammeln: Der Ansprechpartner an der Heimatuni unterschreibt als „Koordinator“ und der CK-Vorsitzende (CK = Curricularkommission) signiert alles, was mit Anrechnungen zu tun hat, sprich Studienprogramm bzw.
Learning Agreement.
Die ausgefüllten und unterschriebenen Formulare sind fristgerecht im Büro für Internationale Beziehungen abzugeben. Dieses ist in Salzburg
hier zu finden.
Die aktuellen Fristen, Ansprechpartner und Hinweise stehen im Erasmus-Bewerbungsformular, daher gut durchlesen!
Wer Anspruch auf Studienbeihilfe hat, wendet sich an die
Studienbeihilfenbehörde bzw. an seine Stipendienstelle, um einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Nicht vergessen: Auch wenn keine Studiengebühren fällig werden, ist doch der ÖH-Beitrag während der im Ausland absolvierten Semester zu bezahlen, ansonsten wird man exmatrikuliert!
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Das Learning Agreement
Vorgeschlagenes Studienprogramm/Learning Agreement:
Hier sind die Kurse einzutragen, die man an der Gastuni absolvieren möchte, d.h. man muss sich im Vorhinein über das dortige Studienangebot informieren. Dabei können einem der zuständige Koordinator oder insbesondere die Webseite der Gastuni hilfreich sein.
Der Link zum Studienangebot von Bordeaux 3:
http://www.u-bordeaux3.fr/fr/formations/offre_de_formation.html
Dazu ein Hinweis: Die Franzosen sagen zwar auch „Master“, aber „Bachelor“ heißt hier
„Licence“.
Es ist nicht schlimm, wenn man nicht genau weiß, was man aussuchen soll, denn man kann Lehrveranstaltungen aus dem ganzen Angebot wählen. Genauere Informationen erhält man dann vor Ort (bei Ankunft im Herbst gibt es eine Orientierungswoche, sonst wendet man sich an den zuständigen Erasmus-Koordinator, in meinem Fall Mme Laugier) und kann sein Programm noch ändern – dafür gibt es das
„Changes to originally proposed study programme“-Formular.
Wer im Ausland eine Diplomarbeit, Dissertation oder Masterarbeit schreiben möchte, hat die entsprechenden Formulare zu verwenden.
Auf dem
Learning Agreement werden gleich vier Unterschriften verlangt:
-
Sending Institution – Departmental Coordinator: CK-Vorsitzender der Heimatuni
-
Sending Institution – Institutional Coordinator: Büro für Internationale Beziehungen der Heimatuni
-
Receiving Institution – Departmental Coordinator: CK-Vorsitzender oder Koordinator der Gastuni; in Bordeaux 3 ist das für Studenten aus Salzburg Mme Laugier
-
Receiving Institution – Institutional Coordinator: Büro für Internationale Beziehungen der Gastuni; in Bordeaux 3 das
Bureau des Relations Internationales
Man lässt also zuhause alles unterschreiben bis auf die Felder für die
Receiving Institution, darum kümmert man sich, sobald man an der Gastuni ist und hat einen Monat Zeit, das
Learning Agreement und eventuelle Änderungen an die Heimatuni zu faxen.
In meinem Fall hat dies das
Bureau des Relations Internationales übernommen und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es ratsam ist, mit Nachdruck auf dem rechtzeitigen Zufaxen zu bestehen bzw. nachzufragen.
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Vor dem Erasmus-Aufenthalt
Sobald die Bewerbung akzeptiert wurde, erhält man ein Registrierungsmail für Erasmus Online. Nach dem Einloggen sollte man seine Daten kontrollieren bzw. aktualisieren. Zum Beispiel sind die Kontodaten anzugeben, um das Erasmus-Stipendium zu erhalten.
Wenn alles vollständig ausgefüllt wurde, erhält man ein sogenanntes Zuerkennungsschreiben.
Ab 45 Tagen vor dem Aufenthalt ist in der Online-Datenbank der Vertrag (= „Vereinbarung A“ ohne Studienbeihilfe oder „Vereinbarung C“ mit Studienbeihilfe) abrufbar. Bis zum 24. des Monats vor Beginn des Aufenthaltes ist dieser Vertrag samt Anhang auszudrucken, zu unterschreiben und in zwei Exemplaren an das zuständige Erasmus-Referat zu schicken (wohin genau, sieht man im Mail bzw. im Vertrag), außer man signiert den Vertrag digital.
Danach erhält man 80 % des EU-Zuschusses und die erste nationale Rate, die weiteren nationalen Raten folgen monatsweise oder aber man bekommt sogleich 8o% des gesamten Stipendiums und keine weiteren Raten (bis auf die letzten 20%).
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Während des Erasmus-Aufenthalts und danach
Das Learning Agreement und eventuelle Änderungen sind an der Gastuni bestätigen zu lassen und innerhalb eines Monats an die Heimatuni zu schicken.
Etwa ein Monat vor Ende des Aufenthalts landet ein Mail im Posteingang, um ans Ausfüllen des Online-Studierendenberichts zu erinnern. Dieser dient als Rückmeldung an die Agentur für Lebenslanges Lernen und als Informationsquelle für zukünftige Studierende. Die Berichte sind hier zu finden (die Seite funktioniert nicht in Firefox, aber in Internet Explorer oder Chrome):
www.erasmus.at/outgoing
Bis zwei Wochen nach dem Aufenthalt hat man Zeit zum Ausfüllen, ansonsten bleibt einem die letzte Rate des Stipendiums verwehrt. Genauso lang hat man Zeit, um Bestätigungen über den Aufenthalt (zu finden im Vertragsanhang) sowie gegebenenfalls über einen vorbereitenden Sprachkurs oder ein Praktikum vorzulegen.
Danach gilt es, sich um die Anerkennung der Studienleistungen zu kümmern, dazu wendet man sich an den CK-Vorsitzenden und hat dafür zwei Monate Zeit bzw. gibt es eine Herbst-Frist für diejenigen, die erst ab Ende Juni heimkommen.
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Das Erasmus-Prozedere kurz & knapp
Folgendes ist zu tun:
- Gastuni aussuchen, Ansprechpartner an der Heimatuni kontaktieren
- Bewerbung an der Gastuni
- Erasmus-Bewerbungsformular ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben
- … und fristgerecht im Büro für Internationale Beziehungen abgeben
- Registrierung in der Erasmus-Online-Datenbank, Daten aktualisieren
- Sobald Zuerkennung erhalten, Vertrag ausdrucken, unterschreiben, ans Erasmus-Referat schicken
- Learning Agreement an der Gastuni bestätigen lassen und an Heimatuni schicken
- eventuelle Änderungen oder Verlängerung bestätigen lassen und an Heimatuni schicken
- Online-Studierendenbericht ausfüllen
- Aufenthaltsbestätigung, ggf. Praktikums- oder Sprachkurs-Bestätigung vorlegen
- Erasmus-Studienleistungen an der Heimatuni anrechnen lassen
Man möge sich auch an der Checkliste im
Bewerbungsformular orientieren.
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Tour de France
Am 23. Juli führte die 97. Tour de France nach Bordeaux, um am Folgetag von hier aus ins Zeitfahren nach Pauillac zu starten. Es ist bereits das 80. Mal, dass die Tour via Bordeaux verläuft, aber das erste Mal, dass ich hier bin, um mir dieses Spektakel anzusehen.
Der Streckenverlauf der Tour de France 2010 (www.letour.fr)
Entlang der Garonne und insbesondere auf dem letzten Kilometer drängten sich die Menschen hinter den Absperrungen, um einen guten Platz zu ergattern – und das bereits zwei Stunden vor der erwarteten Ankunft der Spitzengruppe!
Bis dahin wurde uns die Wartezeit mit der
caravane verkürzt, ein faschingsähnlicher Werbeumzug mit Fantasiewägen und Werbegeschenken, die in die Menge geworfen werden.
Die Kinder hatten dabei den größten Spaß und wahrscheinlich auch die beste Ausbeute, weil sie mangelnde Armlänge durch wildes Gestikulieren und laute Rufe wettmachten, um ein Käppi, eine Flasche Mineralwasser oder einen Kugelschreiber zu ergattern.
Gegen dreiviertel sechs schließlich ein Raunen in der Menge, gereckte Hälse und plötzlich schießt ein Pulk Radfahrer vorbei – die Spitzengruppe. Hinterdrein einige Teamautos und noch ein paar versprengte Fahrer und das war’s auch schon. „All that waiting for that“, wie mein englischer Nachbar es ausdrückte.
Anscheinend hatte das Gros der Leute auch genug vom Herumstehen und sogleich nach der Durchfahrt der besten Fahrer setzte ein Exodus von geradezu biblischem Ausmaß ein. Einige kühlten sich erst noch die Beine am Miroir d’Eau (zu Deutsch „Wasserspiegel“), während die meisten sich aufmachten, die ohnehin nur eingeschränkt fahrenden Tramways und Busse zu verstopfen. Ich ging vorher noch den letzten Kilometer ab und sah mir die Siegerehrung auf der Videowand an. Schön war’s.
Miroir d'Eau
Kategorie: Mein Bordeaux
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